7 Tipps, um Eltern die Qualität Ihrer Schule bewusst zu machen

26.05.2016

Wissen die Eltern Ihrer Schüler, dass ihr Kind an einer guten Schule ist? Nicht allen Eltern ist dies bewusst. Zu sehr rücken negative Eindrücke in den Vordergrund, wenn es hier und da Probleme gibt. Sorgen Sie bewusst für die Imagepflege bei den Eltern. Doch damit ist keine aufgesetzte Imagekampagne gemeint. Von so etwas lassen sich Eltern nicht blenden. Nehmen Sie die Eltern als Partner ernst. Überzeugen Sie sie vielmehr mit der Qualität Ihrer Schule. Beachten Sie dabei folgende 7 Tipps:

 

1. Tipp: Fragen Sie die Eltern, was Schulqualität ausmacht

Betrachten Sie Schule aus der Elternperspektive: Versuchen Sie herauszufinden, worauf Eltern Wert legen wenn es um die Schulqualität geht. Am besten fragen Sie die Elternvertreter oder führen eine Befragung durch, was ihnen an der Schule ihres Kindes wichtig ist. Wahrscheinlich bekommen Sie viele Details zu hören, z. B. dass sich das Kind in der Klasse wohl fühlt und dass es mit der Lehrerin zufrieden ist. Doch ebenso wichtig sind den Eltern die Fernziele wie Abschlüsse und Berufsübertritt. Nehmen Sie die Befragungsergebnisse als Ausgangspunkt für besondere Schwerpunkte, anhand deren Sie die Qualität Ihrer Schule darstellen.

 

2. Tipp: Zeigen Sie den Eltern Zukunftschancen auf

Eltern sehen die Schulzeit als Vorbereitungszeit für den Beruf an. Sie wünschen sich von einer qualitativ hochwertigen Schule, dass sie ihre Kinder bestmöglich darauf vorbereitet. So zeigen Sie es: Demonstrieren Sie bei Berufsinfo-Messen die Bandbreite der Berufe, die Ihren Schülern offenstehen. Stellen Sie auf Plakaten oder in einer PowerPoint-Präsentation das Konzept der Berufsorientierung an Ihrer Schule dar. So erkennen die Eltern, dass die Zukunft ihrer Kinder den Lehrern ein ebenso großes Anliegen ist wie ihnen selbst.

 

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3. Tipp: Schulqualität durch individuelle Förderung hervorheben

Viele Eltern sehen die Zukunft ihres Kindes in einem anspruchsvollen Beruf, der über einen mittleren oder höheren Bildungsabschluss führt. Stellen Sie auch hier dar, dass Sie alle Ihre Schüler solide fördern nach dem Motto „Schwächen schwächen und Stärken stärken“.

So zeigen Sie es: Stellen Sie am Elternabend Ihr Förderkonzept dar um so auf die Qualität Ihrer Schule aufmerksam zu machen. Weisen Sie auf die Förderung in allen Bereichen hin: Die Förderkurse für Kinder mit speziellem Entwicklungsbedarf sind ebenso wichtig wie das Angebot für begabte Kinder.

 

4. Tipp: Lehrer als Botschafter von Schulqualität

Was Sie nach außen darstellen, ist nur glaubwürdig, wenn die Eltern dies über ihr eigenes Kind erleben. Sorgen Sie deshalb für eine hohe Unterrichtsqualität
und für eine hohe Beziehungskompetenz Ihrer Lehrer. Unterstützen Sie dies durch schulinterne Fortbildungsangebote und durch persönliches Coaching.
So zeigen Sie es: Unterstützen Sie Ihre Lehrer in ihrer Professionalisierung, z. B. durch Fortbildungen zu Beratungsgesprächen, dem Erkennen von Problemursachen und Hilfen. Beraten Sie Ihre Lehrer in Bezug auf professionelles Auftreten an Elternabenden, bei Zusammenkünften mit Elternvertretern oder in anderen öffentlichen Situationen.

 

5. Tipp: Legen Sie Wert auf ein entspanntes Schulklima

Neben dem Fernziel „ein guter Platz in der Gesellschaft“ ist Eltern auch das aktuelle Wohlbefinden ihres Kindes wichtig. Vernachlässigen Sie deshalb im Sinn einer ganzheitlichen Förderung auch musische, sportliche und soziale Kompetenzen nicht.

So zeigen Sie es: Geben Sie Raum für Feste und Feiern, für Projekte und Angebote im kreativ-musischen Bereich. Dulden Sie keine Gewalt an Ihrer Schule. Schreiben Sie sich die Prävention auf die Fahnen.

 

6. Tipp: Schulentwicklung als Förderung von Prozessqualitäten

Lassen Sie Ihr Schulentwicklungskonzept für Eltern transparent werden. Veröffentlichen Sie Ihre Leitziele z. B. auf Ihrer Homepage. Stellen Sie auch den Weg Ihres systematischen Schulund Unterrichtsentwicklungsprozesses dar. Damit erfahren die Eltern, dass Sie nicht nur auf Anforderungen reagieren, sondern durch Stärken-Schwächen-Analysen und ein Schulprogramm in die Zukunft blicken. So kann sich das Vertrauen entwickeln, dass Sie Schule vorausschauend gestalten und künftigen Entwicklungen gewachsen sind. So zeigen Sie es: Elternbriefe, die Homepage, ein Jahres- oder Monatsmotto, das aus dem Leitbild stammt, machen die Eltern auf die innere Qualitätssicherung aufmerksam. Die Elternvertreter erleben sie durch ihre Mitarbeit im Schulentwicklungsprozess.

 

7. Tipp: Siege bei Schul-Wettbewerben hervorheben

Erfolge schwarz auf weiß zu sehen verbessert zusätzlich das Image Ihrer Schule bei den Eltern. So zeigen Sie es: Nutzen Sie Ihre üblichen Informationswege wie die Homepage oder den Elternbrief, um die Erfolge Ihrer Schule darzustellen. Trophäen sollten Sie nicht verstecken, sondern z. B. zentral in einer Vitrine in Ihrer Aula ausstellen. Stellen Sie die Vorzüge Ihrer Schule systematisch z. B. auf einem Flyer oder einer CD dar. Verwenden Sie sie auch bei der Einarbeitung neuer Kollegen oder um z. B. Gäste über Ihre Schule zu informieren.

 


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