Konflikte an Ihrer Schule : 3 Tipps wie Sie diese vermeiden

18.02.2016

Unterschwellige Konflikte an Ihrer Schule verderben die Arbeitsatmosphäre im Kollegium. Offen ausgetragene, verhärtete Kon­flikte bewirken dasselbe. In beiden Fällen wurde der Moment verpasst, Unstimmigkeiten konstruktiv anzugehen. Damit Ihnen dies nicht passiert, wenden Sie die folgenden 3 Tipps professionell an.

Tipp 1 zur Vermeidung von Konflikten an der Schule: Die Chance erkennen

Konflikte weisen oftmals auf Schwach­stellen im System Schule hin: War Ihr Stellvertreter über einen Vorgang nicht informiert und hat deshalb eine kontraproduktive Stellungnahme gegen­über den Eltern abgegeben? Betrachten Sie den Konflikt von dieser Seite und überlegen Sie, ob vielleicht die Infor­mationswege oder Ihre Geschäftsvertei­lung einer Reform bedürfen, um künftig Konflikte dieser Art zu vermeiden.

 

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Tipp 2 zur Vermeidung von Konflikten an der Schule: Additum anstelle von Contra

Konflikte beruhen häufig auf unter­schiedlichen Sichtweisen oder Heran­gehensweisen an ein Thema. Jede der beiden Parteien betont einen Aspekt. Genau betrachtet, besteht gar kein Ge­gensatz, vielmehr geht es um eine Er­gänzung. Doch jeder hat das Gefühl, nicht gehört zu werden und wiederholt deshalb seinen vermeintlich konträren Standpunkt umso vehementer. So fin­det einer Ihrer Lehrer, die Eltern soll­ten sich endlich um die Hausaufgaben ihrer Kinder kümmern. „Nein“, meint ein anderer Kollege, man müsse einen Elternabend abhalten, um den Eltern zu zeigen, wie sie bei Hausaufgaben helfen können. Führen Sie beide Lösungswe­ge zusammen: Einen Elternabend zu Hausaufgaben, bei dem den Eltern ihre Pflichten bewusst werden, und bei dem sie gleichzeitig lernen, wie sie diese er­füllen können.

Tipp 3 zur Vermeidung von Konflikten an der Schule: „Ich bin ok., du bist ok.“

Meinungsverschiedenheiten sind in ei­nem Kollegium mit mündigen Lehrern selbstverständlich. Sie arten dann in Vorurteile gegenüber dem „Kontrahen­ten“ oder gar in Konflikte aus, wenn ei­ner der beiden den Eindruck hat, vom anderen nicht genügend respektiert zu werden. Despektierliche und entrüstete Äußerungen wie „Das ist ja eine völlig absurde Idee!“ oder „Du bist und bleibst ein Träumer!“ lassen den Kollegen als unfähig dastehen. Vermeiden Sie, Ihren Gesprächspartner abzuwerten. Halten Sie es lieber mit dem berühmten ame­rikanischen Psychologen Eric Berne: „Ich bin ok., du bist ok.“ Zeigen Sie also, dass Sie die Meinung ihres Gegenüber respektieren: „Dass du die Regelung den Schülern alleine überlassen möchtest, beweist deinen guten Glauben an den Menschen. Ich bin da etwas realistischer. Ich meine, wir Lehrer müssen kräftig mit­helfen, damit sinnvolle Regeln entstehen.“


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