Bewegung hält gesund – der bewegungsfördernde Schulhof

28.10.2011

Tragen Sie zum Schutz Ihrer Schüler zur Bewegungsförderung an Ihrer Schule bei, z.B. durch eine Schulhofgestaltung, die geradezu zum Bewegen auffordert. Schaffen Sie auf Ihrem Schulhof einen wohltuenden Ausgleich zur Bewegungsarmut und zur Anspannung im Unterricht schafft.

1. Tipp: Die Anforderungen an einen bewegungsfördernden Schulhof klären

Ein primär naturnaher Pausenhof wird anders gestaltet als einer, der in erster Linie Möglichkeiten zur Bewegungsförderung bieten soll. Klären Sie deshalb, welche Anforderungen Ihr Pausenhof erfüllen soll:

  • Vielfältige Bewegungsmöglichkeiten wie großräumige Sportzonen, Intensivspielbereiche, Kleinspielbereiche
  • Zonen der Ruhe und Entspannung

Dabei sollte er die unterschiedlichen Spiel-, Pausen- und Freizeitinteressen voneinander getrennt ermöglichen und auch die Separierung von Altersgruppen.

2. Tipp: Berücksichtigen Sie die Bedürfnisse verschiedener Gruppen bei der Schulhofgestaltung

Einen Schulhof bewegungsfördernd umzugestalten bedeutet meist einen gewaltigen finanziellen Kraftakt Ihres Sachaufwandsträgers. So liegt es nahe, dass der Schulhof nach der schulischen Nutzung am Nachmittag als Freizeitangebot für die Kinder und Jugendlichen, vielleicht sogar für die Erwachsenen und für den Sportverein zur Verfügung steht. Von der Pausenhofgestaltung sollten alle profitieren: Sie erweitern mit Ihrem Schulhof das Freizeitangebot Ihres Stadtteils oder des Dorfes und schaffen einen Freizeit-Treffpunkt. Beziehen Sie die betroffenen Gruppen auch in die Planung und Gestaltung ein.

3. Tipp: Ein schlüssiges Gesamtkonzept für die Bewegungsförderung auf dem Schulhof erstellen

Legen Sie mit Hilfe des Aufwandsträgers, eines Ingenieurbüros und der betroffenen Gruppierungen eine Gesamtkonzeption fest. Doch ermöglichen Sie durch eine modulare Planung eine schrittweise Umsetzung. So können Sie Ihre Neuerungen zur Bewegungsförderung auf dem Schulhof in mehreren Bauabschnitten nacheinander unabhängig voneinander realisieren.

4. Tipp: Die Finanzierung und Umsetzung der bewegungsfördernden Schulhofgestaltung planen

Eines der heikelsten Kapitel bei der Umgestaltung von Ihrem Schulhof ist die Finanzierung. Suchen Sie deshalb starke Partner:

  • An erster Stelle Ihr Aufwandsträger (Stadt, Gemeinde)
  • Eigenleistung durch Ehrenamtliche (Eltern und Lehrer)
  • Eigenleistung durch Schüler, z.B. Realisierung eines abgeschlossenen Bereichs in einer Projektwoche
  • Binden Sie die örtlichen Unternehmen in die Baumaßnahmen und als Material-, Dienstleistungs- und Finanzsponsoren ein
  • Maßnahmen, die mit Fördergeldern bezuschusst werden, z.B. 1-Euro-Job
  • Teilnahme an Wettbewerben und Ausschreibungen unter dem Motto Sport / Bewegung oder Ökologie
  • Sportvereine
  • Förderverein der Schule
  • Elternvertretung

5. Tipp: Die Planung der bewegungsfördernden Pausenhofgestaltung umsetzen

Realisieren Sie die Planung unter Anleitung eines Architekten oder eines Bauspezialisten des Bauhofes oder Landratsamts, der Ihnen vom Sachaufwandsträger zur Seite gestellt wird. Die Freude wird groß sein, wenn Ihr neuer Schulhof eingeweiht wird und auf der Sponsorentafel am Schultor die Namen aller Helfer aufgeführt sind.


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