So gehen Sie mit Gegenwind im Schulalltag um

04.02.2014

Als Schulleiter erleben Sie, dass sich Kollegen offen oder versteckt gegen Anordnungen oder Vorhaben wehren. Sei es, weil sie sich überfordert fühlen oder weil sie aus anderen Gründen von Ihnen als Vorgesetzter ein „NEIN“ bekommen. Bereiten Sie sich rechtzeitig auf 4 Verhaltensweisen vor, mit denen Sie nach Entscheidungen rechnen müssen:
Ihr Gegenüber will bei Ihnen Schuldgefühle auslösen

  • “Tun Sie mir das bitte nicht an!”
  • “Gute Kollegen tun so etwas.”
  • “Als ein guter Schulleiter würden Sie…”
  • “Wenn Sie mich wirklich an der Schule halten wollen, dann …”

Es ist eine sehr wirkungsvolle Strategie, ein “nein” zu entkräften oder gar auszuhebeln und es handelt sich um eine versteckte Form der Erpressung. Überprüfen Sie in diesem Fall, wie wichtig Ihnen Ihr “nein” an dieser Stelle ist und stehen Sie dann dazu. Wenn Sie tun, was der andere will, dann nur, weil Sie es wollen.
Mit pauschalen Behauptungen werden Sie ausgebremst

  • “Das machen alle so!”
  • “Sie sind der/die Einzige, der/die nicht mitspielt.”
  • “Das geht gar nicht anders.”

Ihr Gegenüber versucht Sie in eine Außenseiterposition zu bringen, in der Sie sich unsicher fühlen, um dann doch einzulenken.
Durch Verbrüderung werden Sie eingenommen

  • “Wir sind doch vom gleichen Schlag.”
  • “Wir sind doch Freunde.”
  • “Wir verstehen uns doch, nicht wahr?”

Es geht um eine vorgetäuschte Gemeinschaftlichkeit oder gar Freundschaft, um Sie von Ihrem Ziel abzubringen.
Mit Schmeichelei sollen Ihre Entscheidungen entkräftet werden

  • “Sie können das einfach viel besser als ich.”
  • “Sie sind der Einzige, der das kann.”
  • “Das Kind ist ganz verrückt nach Ihnen.”

Im Schullalltag gibt es Situationen oder Menschen, die ein “nein” nicht akzeptieren und versuchen, mit Schmeicheleien eine Situation zu lösen. Hinter den schönen Worten steht nämlich ein verstecktes Ziel: Sie dazu zu bringen, die Arbeit selbst zu erledigen.

Praxistipp: Bleiben Sie hellhörig, gehen Sie jedoch nicht grundsätzlich davon aus, dass andere Ihnen wirklich Böses wollen. Wenn Sie selten „nein” sagen, ist das für Ihr Team oder Ihre Schuleltern einfach ungewohnt.


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