Mit einer variablen Sitzordnung effektiver unterrichten

08.05.2013

Moderner und schülergerechter Unterricht erfordert den Wechsel von Unterrichts- und Sozialformen, um Aufmerksamkeit und Disziplin zu fördern.
Schaffen Sie mit variablen Sitzordnungen Möglichkeiten,

  • den Zusammenhalt zu stärken,
  • allen Kindern das gleiche Recht einzuräumen und
  • einen interessanten Unterricht zu bieten

Passen Sie die Sitzordnung Ihrem kommunikativen Anspruch an die Schüler an:

Sitzformen

So geht es!

Vor- oder Nachteil:

Von der Frontalsitzordnung zum Gruppengespräch

Die Schüler sitzen während des Unterrichts in der Frontalsitzordnung. Wenn Sie ein Experiment durchführen oder eine Gruppenlösung suchen, lassen Sie die Schüler sich rasch umdrehen zum 4er-Gespräch.

So kommen auch schwächere Schüler in den Genuss, verschiedene Aufgaben gemeinsam erfüllen zu können. Der Wechsel erfolgt ohne großen Lärm und Aufwand.

 

 

Die U-Form

Sie kennen alle diese Sitzordnung. Neben einer verbesserten Kommunikation ermöglicht sie allen Schülern Blickkontakt zueinander. Voraussetzung ist eine Raumgröße, die es erlaubt, dass alle Kinder im Außenbereich sitzen können.

Nachteil dieser Anordnung ist die schlechte Sicht zur Tafel. In diesem Fall müsste ein rasches Herumziehen der Tische zur Frontalsitzweise eingeübt werden.

 

2 Gruppentische bilden ein L

Eine gute Möglichkeit, den Blick zur Tafel zu gewähren und gleichzeitig die Kommunikation zu fördern. Ein Tisch steht längs, der andere oben quer angeschlossen. Somit ergibt sich die Form „L“. Voraussetzung ist hier auch, dass es ein großer Klassenraum ist.

 

 

Gruppenarbeit ist schnell möglich, weil der Längstisch rasch an den Quertisch zum „4er“ angeschoben werden kann. Wird der Unterricht wieder zum Lehrer zentriert, bilden die Schüler das „L“ und sehen alle zur Tafel.

Die 4er- oder 6er-Gruppe

Diese Sitzordnung wird neben der Frontalanordnung am meisten gewählt. Zur Förderung von Teamarbeit und der Bildung kommunikativer Strukturen ist sie wie die „L“-Form eindeutig zu begrüßen.

Der Nachteil liegt in der teils schlechten Sicht zur Tafel. Ein Roulieren ist deshalb dringend zu empfehlen.

 

Wenn Sie Ihre Sitzordnung individuell angepasst haben, steht der Konzentration der Klasse ja nichts mehr im Wege. Oder etwa doch? Lesen Sie hier, wie Sie die Konzentration der Klasse fördern.

Praxistipp:
Üben Sie den raschen Wechsel von einer Sitzordnung zur anderen. So lernen die Schüler ganz nebenbei praktisches Verhalten: Der Stuhl muss weggeschoben werden. Der Tisch soll leer sein. Gemeinsam heben 2 Kinder den Tisch an und tragen ihn lautlos an den Bestimmungsort.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Wissenskarten „Ostern“: Motivieren Sie Ihre Schüler

8. April 2014

Wie thematisieren Sie mit Ihren Sekundarstufen- Schülern Ostern? Auch und gerade bei älteren Schülern ist es nötig, das Wissen, den Sinn des Osterfestes und die Bräuche altersgemäß aufzufrischen. So verhindern Sie, dass... Mehr erfahren

Unterrichtsprojekt: So verhindern Sie digitales Burnout Ihrer Schüler

21. November 2016

Etwa 5 % der deutschen Kinder und Jugendlichen leiden unter krankhaften Folgen ihrer Internetnutzung. Außerdem: Etwa jedes zehnte Kind nutzt das Internet, um vor Problemen zu fliehen. Bei 7 % der Kinder gefährdet die... Schulprojekt

In 5 Schritten zur inklusiven Unterrichtsplanung

6. Juni 2016

Inklusiver Unterricht bedarf einer besonderen Planung und Vorbereitung. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, die Lernprozesse Ihrer Schüler zu analysieren und zum Ausgangspunkt Ihrer Planung zu machen. Durch... So planen Sie Ihren inklusiven Unterricht




Verlag PROSchule

Service: +49 (0) 228-95 50 130
E-Mail: info@schulleiter.de

© 2017, VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft