Kennen Sie die 3 häufigsten Fehler bei Arbeitsaufträgen?

20.06.2013

Ärgern Sie sich, weil die Schüler nicht mitarbeiten? Als Klassenleiter denken Sie darüber nach, warum Unterrichtsphasen misslingen. Es liegt nicht nur an der mangelnden Konzentrationsfähigkeit der Schüler. Oft ist die Ursache in der Unterrichtstechnik zu suchen. Arbeitsaufträge sind nicht klar formuliert oder sprechen die Schüler nicht an. Vermeiden Sie folgende 3 Fehler:

Fehler

Vorkommen

Behebung

Arbeitsauftrag wird nicht wahrgenommen

Den Schülern fehlt die Aufmerksamkeit. Nehmen Sie sich die Zeit zu warten, bis Sie alle Schüler anschauen. Blickkontakt ist wichtig: Die Schüler fühlen sich dadurch angesprochen. Verschaffen Sie sich vor der Formulierung jedes Arbeitsauftrags vollständige Aufmerksamkeit und Ruhe. Unterbrechen Sie sofort, wenn die Schüler nicht aufmerksam sind.

Sorgen Sie für Abhilfe, indem Sie die Einhaltung der Klassenregeln einfordern. Bei Nichtbeachtung ziehen Sie entsprechende, bereits vorher vereinbarte Konsequenzen. Schreiben Sie den Arbeitsauftrag in schwierigen Fällen an die Tafel, oder bereiten Sie ihn auf Folie vor.

 

Arbeitsauftrag vermischt Organisation und Inhalt

Beispiel: „Nimm deinen Block mit, und bilde mit deinen Tischnachbarn eine 4er-Gruppe. Schreibe nun deine Lösung auf!“

Sorgen Sie für eine klare Trennung zwischen der Vororganisation: Die Gruppe sitzt. Jeder hat einen Block. Erst jetzt erfolgt die inhaltliche Anweisung zur Bearbeitung der eigentlichen Aufgabe.

 

Schüler fühlen sich nicht angesprochen

Schüler fühlen sich oft nicht angesprochen, wenn die Anweisung allgemein gehalten wird. Beispiel: „Nehmt euren Block heraus, und schreibt 10 Dinge auf, die zum Winter gehören.“

Sprechen Sie die Schüler in der Du-Form an. Besser formuliert müsste es heißen: „Nimm deinen Block, schreibe 10 Dinge auf, die dir zum Wort Winter einfallen.“

 

Praxistipp: Nutzen Sie Zeichen und Symbole, um wiederkehrende Organisationsformen nicht erklären zu müssen, z. B.: Symbol für einen Sitzkreis ist ein Kreis, für Notation ein Bleistift. Die Symbole erarbeiten Sie am Anfang des Schuljahres und wenden sie immer wieder an.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

3 Tipps, wie Sie mit dem Flipchart aktiv moderieren können

26. Januar 2017

Die PowerPoint-Präsentation ist nach wie vor die Präsentationsform Nummer 1. Und doch empfehlen wir Ihnen, nicht ausschließlich auf PowerPoint zu setzen. Beziehen Sie vielmehr zusätzlich gezielt das Flipchart in Ihre... Unsere Tipps zum Einsatz von Flipcharts

Schülerbefragung zur Vermeidung von Unterrichtsstörungen

25. April 2016

Für den einen Lehrer ist eine beständige Stimmen- und Geräuschkulisse während des Unterrichts „normal“. Für den anderen ist dies das Kennzeichen einer „undisziplinierten Klasse“. Es scheint, als ließe sich nur... So führen Sie eine Schülerbefragung durch

Inklusion in der Schule: Erfolgreiches Classroom-Management

21. Januar 2016

Mit diesen pro- und reaktiven Kriterien gestalten Sie Ihren Unterricht und Ihr Klassenzimmer so, dass Unterrichtsstörungen vorgebeugt wird. Helfen Sie besonders Schülern mit sozialem und emotionalem Förderbedarf, damit sie sich... So gelingt erfolgreiches Classroom-Management




Verlag PROSchule

Service: +49 (0) 228-95 50 130
E-Mail: info@schulleiter.de

© 2017, VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft