Sprachkompetenzen fördern

09.09.2012

Nicht erst seit den PISA-Studien wissen Sie als Schulleiter und Lehrer: Sprachliche Probleme sind mit zunehmend schlechteren Leistungen in Mathematik und Naturwissenschaften verbunden. Viele Kinder kommen aus einem Elternhaus, das wenig Sprachförderung bieten kann. Für sie muss jeder Unterricht auch eine explizite sprachliche Förderung enthalten. Als Schulleiter sind Sie für den Grad der Unterrichtsqualität verantwortlich. Mit folgenden 3 Prinzipien fördern Sie die Steigerung der Sprachkompetenz in jedem Fachunterricht. Stellen Sie Ihren Lehrern die Grundsätze vor: 

  • Sie vergrößern und sichern den aktiven Wortschatz!
  • Sie erweitern das Spektrum grammatikalischer Strukturen!
  • Sie nutzen Fehler als Lernanstoß!

Betrachten Sie Fehler als Bestandteil des Sprachentwicklungsprozesses. Sie zeigen den Stand des individuellen Lernfortschritts auf.
In einer pädagogischen Konferenz stellen Sie folgenden Selbsttest über die Förderung der Sprachkompetenz vor und besprechen Sie ihn. Regen Sie zur Teamarbeit an und lassen Sie  häufige Fehler im Team erkennen.

So fördern Sie die Sprachkompetenz Ihrer Schüler

  • Aktivieren Sie Ihre Schüler möglichst oft zum Sprechen.
  • Bieten Sie Murmelrunden oder Partnergespräche.
  • Fragen Sie zu allen Inhalten das Vorwissen der Schüler ab.
  • Lassen Sie W-Fragen formulieren (Warum? Wer? Wann? Wo?).
  • Bieten Sie Zielstrukturen an, z.B. „Wir können das überprüfen, indem …“.
  • Klären Sie den Wortschatz in Sachfächern, z. B. wenn es um die Zustandsformen
  • Von Wasser geht: „Thermometer, Temperatur, schmelzen“.
  • Schaffen Sie Gelegenheiten, bei denen möglichst viele Schüler zu Wort kommen.
  • Unterstützen Sie das Verstehen der Begriffe durch Bilder.
  • Korrigieren Sie falsch ausgesprochene oder falsch verwendete Wörter.
  • Legen Sie im Vorfeld des Unterrichts die neuen Fachbegriffe fest.
  • Lassen Sie Arbeitsaufträge oder neue Wörter mehrmals wiederholen.
  • Fragen Sie früher gelernte Fachbegriffe ab.

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