So lassen Sie Ihre Schüler differenziert üben

05.12.2013

Differenzierung und Individualisierung sind grundsätzliche Anforderungen an schülerorientierten Unterricht. Vor allem im Mathematikunterricht geht es in den Übungsphasen neben dem Festigen und Vertiefen neuer Lerninhalte und Lösungsverfahren um die flexible Anwendung als Voraussetzung für langfristige Problemlösefähigkeit.
Als Lehrkraft kennen Sie folgende 5 Formen des Übens und entscheiden für Ihre Klasse, welche Sie anwenden.

Aufgabentyp

Beschreibung

Stellen Sie Aufgaben zur Festigung und Vertiefung des Lernstoffs.

Eine Reihe gleicher oder zumindest vergleichbarer Aufgaben bilden die Basis für die Übung. Innere Differenzierung z. B. mit Hilfe von Zusatzaufgaben verhindert Über- und Unterforderung.

Regen Sie zum Weiterdenken und Weiterfragen an.

Knüpfen Sie mit  Zusatzfragen an vorab gestellte Aufgaben an, die über das gerade eingeübte Lösungsverfahren hinaus mathematische Überlegungen erfordern.

Variieren Sie die Aufgabenstellung.

Verändern  Sie bekannte Aufgabenstellungen nur geringfügig.

Beispiel: „Statt 100 € hat die Mutter nur 80 € zur Verfügung. Was kann Sie nicht mehr kaufen?“

Stellen Sie die Aufgaben in einen größeren Kontext.

 

Beleuchten Sie neue Lerninhalte aus unterschiedlichen Blickrichtungen in verschiedenen Zusammenhängen.

Beispiel: „Wie ändert sich das Ergebnis, wenn …“

Lassen Sie Lösungswege verbalisieren.

 

„Lautes Denken“ unterstützt außerdem die Konzentration, das Verstehen und die Verinnerlichung und Automatisierung von Gelerntem.

Beispiele:  „Begründe mit deinen eigenen Worten, warum …“

„Schreibe die 3 wichtigsten Schritte beim Lösen der Aufgabe auf.“


Praxistipp:
Informieren Sie die Eltern am Elternabend über die Aufgabenstrukturen. So vermitteln Sie Transparenz. Gleichzeitig schaffen Sie Klarheit über den Erwartungshorizont bei Leistungsbewertungen. Zeigen Sie Beispiele für verschiedene Übungsformen.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Depressive Schüler: Helfen Sie mit einem Notfallplan

31. Dezember 2016

Ist einer Ihrer Schüler teilnahmslos und scheint sich an nichts mehr zu freuen, könnte er unter einer „reaktiven Depression“ leiden. Erkennen Sie die typischen Warnsignale rechtzeitig, und unterstützen Sie ihn durch... So helfen Sie depressiven Schülern

Werden Sie Vorbild bei umweltbewusstem Verhalten

25. September 2013

Als Klassenleiter tragen Sie wesentlich durch Ihr Vorbild zum umweltbewussten Verhalten bei, indem Sie den sparsamen Energieverbrauch vorleben. Gerade im Herbst ist es morgens kalt. Es muss geheizt werden. Mittags wärmt uns die... Mehr erfahren

Organisieren Sie eine Lernwerkstatt für Ihre inklusive Klasse

8. November 2017

Lernerfolge verzeichnen können Ihre Schüler am besten, wenn Sie ihren unterschiedlichen Lernbedürfnissen gerecht werden. Eine Möglichkeit, mit der Ihnen dies gelingt, ist die Lernwerkstatt. Machen Sie sich die Vorteile... So organisieren Sie eine Lernwerkstatt für Ihre inklusive Klasse




Verlag PROSchule

Service: +49 (0) 228-95 50 130
E-Mail: info@schulleiter.de

© 2017, VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft