In 3 einfachen Schritten die Handschrift der Schüler verbessern

02.05.2016

Immer mehr Schüler haben Probleme mit der Handschrift. Dieses Ergebnis zeigte eine Studie, die das Institut für Schreibmotorik im Auftrag des Deutschen Lehrerverbandes (DL) durchführte. Mit diesem Resultat rüttelte der Präsident des DL, Sepp Kraus, die Kultusminister auf, die Handschrift stärker in den Blick zu nehmen, anstatt dem Schreiben und der sprachlichen Bildung immer weniger Bedeutung beizumessen.

Doch warten Sie nicht, bis die Kultusminister reagieren. Nehmen Sie vielmehr diese Veröffentlichung zum Anlass, in einer pädagogischen Konferenz mit Ihrem Kollegium die Handschrift an Ihrer Schule zu reflektieren.

1. Schritt zur Verbesserung der Handschrift: Die eingeführte Schreibschrift reflektieren

Stellen Sie einen Erfahrungsaustausch Ihrer Lehrer zur Schreibschrift an den Beginn:

  •  Eignet sich die eingeführte Schreibschrift für alle Schüler, oder sind Schüler mit feinmotorischen Problemen durch sie benachteiligt?
  • Verleitet sie zu nachlässigem Schreiben?

Zwar gibt es in den meisten Bundesländern eine Festlegung, doch nutzen Sie Ihren Spielraum, und wechseln Sie bei schlechten Erfahrungen zu einer anderen Schreibschrift.

 

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2. Schritt zur Verbesserung der Handschrift: Auf Schriftpflege Wert legen

In der 1. Klasse werden die Grundlagen für eine flüssige Handschrift gelegt. Doch zeigen Sie auch in den weiteren Jahrgangsstufen, dass Sie dem gut leserlichen
Schreiben einen hohen Stellenwert beimessen. Einigen Sie sich mit den Lehrkräften darauf, dass in allen Fächern auf die Schrift geachtet wird. Dies zeigen Ihre Lehrer beispielsweise durch eine wertende schriftliche Bemerkung im Rahmen der Heft- oder Hausaufgabenkontrolle.

 

3. Schritt zur Verbesserung der Handschrift: Die Motorik fördern

Sammeln Sie im Kreis der Kollegen Erfahrungen, wie Sie Schüler mit Problemen in der Feinmotorik beim Schreibenlernen unterstützen können:

  •  Zu Beginn des Schreiblernprozesses brauchen diese Kinder größere Zeilen, manchmal auch sogar ein ganzes Blatt, um sich der Endform eines Buchstabens anzunähern. Besonders müssen sie auch in ihrer Motivation unterstützt werden. Denn sie neigen dazu, dem, was sie nicht gut können, aus dem Weg zu gehen.
  • Unterstützen Sie die Feinmotorik durch die Kombination von Rhythmus und Bewegung, also mit Reimen, Sprüchen, Gedichten und Liedern.
  • Die Kooperation mit den Eltern ist unumgänglich. Geben Sie ihnen Tipps für die Hausaufgaben und für eine Förderung der Feinmotorik im Alltag mit, z. B. den Reißverschluss an der Jacke selbstständig schließen zu lassen. Empfehlen Sie bei einem gravierenden motorischen Entwicklungsbedarf den Besuch beim Ergotherapeuten.
  • Schaffen Sie Anreize für koordiniertes Bewegen, z. B. durch Pausenkleingeräte wie Pedalos und Jonglage- Zubehör. Stimmen Sie sich mit der Hausaufgabenbetreuung oder dem Nachmittagsunterricht ab, damit hier die individuelle Förderung der Feinmotorik greift.

 

 

 


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