Frühe Sprachstandsdiagnostik als Basis

02.11.2011
Jedes 5. Migrantenkind verlässt die Schule ohne Abschluss – traurige Folge der Tatsache, dass diese Kinder wegen ihrer geringen Deutschkenntnisse von Anfang an im Unterricht zu wenig verstehen konnten.

Sprachstandsdiagnostik als Basis der Förderung

Damit jedes Kind von Anfang an dem Unterricht folgen kann, ist eine frühe Sprachstandsdiagnostik bei einer auf den Herbst vorgezogenen Einschreibung notwendig. Stellen Sie Ihrem Einschulungsteam ein von Schulpraktikern entwickeltes „Screening“ zur Verfügung. Es deckt sofort auf, wenn selbst die elementaren Deutschkenntnisse fehlen. Ihre Lehrkräfte können dann umgehend eine Empfehlung für den Besuch eines Sprachförderkurses aussprechen.

Zusammenarbeit mit dem Kindergarten

Ergänzen Sie Ihre Beobachtungen zur Sprachstandsdiagnostik durch die Aussagen der Erzieherinnen aus dem Kindergarten. Vertiefen Sie deshalb die Kooperation mit dem neuen Schwerpunkt Sprachförderung. Bitten Sie um Informationen über das Verhalten des Kindes in sprachrelevanten Situationen, z.B. am Frühstückstisch, im Erzählkreis, im Freispiel. Hier lassen sich Satzbau und Umfang des Wortschatzes besonders gut beobachten.

Bleiben Sie am Ball: Begleiten Sie die Vorlaufkurse

Die vorbereitenden Deutschkurse sind je nach Bundesland in der Schule oder im Kindergarten organisiert. Tauschen Sie sich über die Regelmäßigkeit der Teilnahme, über die Fortschritte und über das Engagement der Eltern regelmäßig aus. Damit helfen Sie, die wertvolle Zeit der Förderung bis zum Schuleintritt nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, und beugen Schulversagen durch eine frühe Sprachstandsdiagnostik vor.


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