Erziehungsziele aus dem Sport

20.07.2012

Gerade die im Sportunterricht erreichten Ziele wirken sich positiv auf das allgemeine Handeln Ihrer Schüler aus. Olympische Erziehung als didaktisches Erziehungsziel umfasst 3 Bereiche:

  • Leistung,
  • Fairness und
  • gegenseitige Achtung.

Laden Sie als Schulleiter einen Sportexperten ein und stellen Sie Ihrem Kollegium die Idee vor.

Sport fördert die positive Einstellung zur Leistungsbereitschaft

Der Schüler kann durch sportliche Übungen

  • gerne lernen und nicht so leicht aufgeben,
  • sich anstrengen und sein Bestes geben,
  • etwas gemeinsam leisten,
  • Ziele verfolgen und erreichen,
  • Freude am eigenen Können haben

Mehr zum Thema Erziehungsziele und Leistungsbereitschaft finden Sie in unserer Fachliteratur "Schulleitung intern"

Fairness lässt sich auf viele Lebenssituationen übertragen

Gerade im Sport stoßen Schüler an ihre Grenzen und müssen erkennen, dass sie auch verlieren dürfen. Ihre Schüler lernen

  • Regeln und Absprachen einzuhalten,
  • mit Anstand zu gewinnen und zu verlieren,
  • Rücksicht zu nehmen,
  • vom anderen her zu denken (Perspektivenwechsel),
  • Foulspiel abzulehnen,
  • Konflikte zu vermeiden oder zu bewältigen,
  • sich keine „feigen“ Vorteile zu verschaffen.

Sportliche Betätigung fördert die gegenseitige Achtung

Anerkennung von Leistung ohne Neid ist nicht selbstverständlich. Durch übertriebenes Loben in der Kindheit entsteht bei Schülern ein falsches Selbstbild. Egoismus und Egozentrik sind die Folgen. Sport fördert

  • die Anstrengung und Leistung anderer zu würdigen,
  • im Sportgegner den Partner zu schätzen,
  • Verschiedenheit zu erkennen und zu akzeptieren,
  • sich zu verständigen und die Gemeinschaft zu stärken,

die Freude am Miteinander.

So setzen Sie den olympischen Gedanken als Erziehungsziel um

Guter Sportunterricht erfordert qualifizierte Lehrkräfte, vielfältige Sportangebote und Leistung. Gerade in der Grundschule sollten Ihre Lehrkräfte im Sportunterricht nicht nur Spiele erlernen, weil sie bei den Schülern beliebt sind. Sorgen Sie in Ihrem Kollegium für vielfältige Angebote, um „guten“ Sportunterricht zu  ermöglichen:

  • Holen Sie sich Experten an die Schule.
  • Nutzen Sie die lokalen und regionalen Angebote der Vereine für „Sport nach 1“.
  • Beteiligen Sie sich am Wettkampfangebot Ihrer Region.
  • Fördern und loben Sie Leistungsträger Ihrer Schule.
  • Stellen Sie den Fortbildungsbedarf fest und bieten Sie schulinterne Fortbildungen an.
  • Ermöglichen Sie Ihren Lehrkräften auch an überregionalen Qualifizierungen teilzunehmen.

Praxistipp:
Laden Sie prominente Sportler aus der Region ein, die neben dem Sport auch berufliche Erfolge erzielt haben. Gerade im Sport suchen die Schüler nach Vorbildern.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Wie Sie Referate sinnvoll in Ihrer inklusiven Klasse einsetzen

19. September 2016

Vielleicht geht es den Eltern Ihrer Schüler auch so: Sobald die Referatsthemen vergeben sind, wird zu Hause recherchiert, ausgedruckt, gebastelt und geklebt – allerdings nicht von Ihren Schülern, sondern deren... Unsere Tipps für gelungene Referate in inklusiven Klassen

Disphonie: Wenn Ihrem Schüler öfter die Stimme versagt

31. August 2017

Leidet Ihr Schüler an Disphonie, hat er Schwierigkeiten bei der Stimmerzeugung. Seine Stimme kann rau, heiser oder auch piepsig klingen. Disphonie stellt für Sie und ihn eine besondere Herausforderung im Regelunterricht Ihrer... So gehen Sie mit Disphonie richtig um

Das sollten Sie im Umgang mit hochgradig allergischen Kindern wissen

11. April 2017

Viele Kinder haben Allergien: Von harmlos bis lebensgefährlich. Sie sollten auf die jeweilige Konsequenz vorbereitet sein. Wenn einer Ihrer Schüler hochgradig allergisch ist, sollten Sie wissen, was zu tun ist. Aber auch auf... So sorgen Sie für den Notfall vor




Verlag PROSchule

Service: +49 (0) 228-95 50 130
E-Mail: info@schulleiter.de

© 2017, VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft