Schule im Brennpunkt – 4 Empfehlungen, wie Sie Ihr Image steigern

09.06.2016

„Ich leite eine Brennpunktschule mit einem hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund und viele Eltern sind Hartz-IV-Empfänger.“ So stellen sich Schulleiter oft vor, wenn sie in einem Fortbildungskurs aufgefordert werden, eine Kurzcharakteristik ihrer Schule abzugeben. Der Begriff „Brennpunktschule“ drückt aus: „Wir arbei­ten unter erschwerten Bedingungen.“

Die Situation an sich ist, wie sie ist. Doch wie reagieren Schulleiter und Lehrer­kollegium einer solchen Schule? – Re­aktion Nr. 1: „Meine Lehrer fühlen sich allein gelassen. Viele sind ausgebrannt, verzweifelt. An der Schule herrscht Cha­os. Die Schule ist verrufen. Da lässt sich nichts ändern.“ Reaktion Nr. 2: „Wir haben uns für ein Förderprogramm ei­ner Stiftung beworben und den Zuschlag erhalten. Das macht eine Menge zusätz­licher Arbeit. Aber insbesondere die regelmäßigen Sitzungen mit dem Supervisor helfen uns, zusammenzuhalten und uns gegenseitig zu stärken. Gemeinsam mit unseren beiden Sozialpädagogen und dem Ganztagsbetrieb schaffen wir es, vie­len Schülern trotzdem gute Chancen für die Ausbildung zu eröffnen und unserer Schule zu einem guten Ruf zu verhelfen.“ Diese beiden Beispiele zeigen, wie un­terschiedlich Sie als Schulleiter damit umgehen können.

 

Initiative ergreifen & Schulimage steigern

Der Unterschied der beiden Kollegien ist augenfällig: Während das eine Kol­legium die Situation fatalistisch hin­nimmt und daran verzweifelt, ergreift das andere Initiative.

So ist Empfehlung Nr. 1: Werden Sie ak­tiv, und unterstützen Sie Ihr Kollegium dabei, nach Lösungen zu suchen. Initi­ieren Sie ein Team, das sich mit Überlegungen zu konkreten Verbesserungs­maßnahmen beschäftigt, die sich positiv auf Ihr Schulimage auswirken.

Starten Sie nicht mit überstürzten Image-Aktionen, um den Ruf Ihrer Schule zu verbessern. Ihre Aussagen würden hohl klingen. Wenn die Schü­ler und Eltern nicht bestätigen, dass das nach außen dargestellte Schulprofil und Schulklima gelebt wird, verpufft die Wirkung jeglicher Öffentlichkeitsarbeit.

Deshalb lautet die Empfehlung Nr. 2: : Entwickeln Sie Ihre Schule innen weiter und stellen Sie dies nach außen dar.

 

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Schulische Alltagssituationen zur Imagepflege nutzen

Das Ansehen Ihrer Schule bei den Eltern setzt sich aus vielen kleinen Mosaiksteinchen zusammen. Jede Situ­ation, in der Sie mit Eltern in Kontakt treten, hinterlässt einen Eindruck von der Qualität Ihrer Schule. Sensibilisie­ren Sie Ihre Lehrer hierfür und denken auch Sie dies jederzeit mit.

Daraus resultiert Empfehlung Nr. 3: Den­ken Sie daran, dass Sie einen Eindruck hinterlassen, z. B. bei Klasseneltern­abenden, Schulelternabenden, Bera­tungssituationen, Schulkonzerten oder Sportveranstaltungen. Deshalb empfeh­le ich Ihnen, auch auf banale Äußerlich­keiten zu achten, z. B. ein aufgeräumtes Klassenzimmer, wenn die Eltern kom­men. Ganz besonders kommt es auf ein anspruchsvolles und passendes Niveau des Dargebotenen an. Schüler und El­tern registrieren sehr genau, wenn Sie und Ihre Lehrer sich über das Übliche hinaus engagieren, z. B. AGs einrichten, Projekttage durchführen oder regelmä­ßig zu themenbezogenen Elternaben­den einladen.

 

Aktionen im Schulentwicklungsprogramm zur Verbesserung des Ansehens

Neben dem öffentlichkeitswirksa­men Handeln ist zur Verbesserung des Schulimages auch ein reflektiertes und gezieltes Vorgehen nötig. Nehmen Sie deshalb die Imagepflege in Ihr Schul­entwicklungsprogramm auf.

 

Empfehlung Nr. 4: Erstellen Sie in ei­ner pädagogischen Konferenz eine Be­standsaufnahme. Tragen Sie Formen der Imageverbesserung zusammen. Bringen Sie dies in eine gezielte Pla­nung, die Sie während des gesamten Schuljahres umsetzen. Nutzen Sie dazu den Fragebogen auf Seite 5.

  • Unser Image nach außen
  • Unser Image nach innen
  • Wege der Imageverbesserung
  • Maßnahmen umsetzen

 

Fazit: Imagepflege ist eine Daueraufga­be des gesamten Kollegiums, die häu­fig implizit abläuft. Optimieren Sie sie durch bewusste Aktivitäten und ver­helfen Sie damit Ihrer Schule zu einem hohen Ansehen.


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