Regelverletzung in der Schule – Informieren Sie Eltern über die Konsequenzen

30.06.2016

Sicherlich kennen Sie den Passus über Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen. Denn so unterschiedlich die Schul­gesetze der 16 Bundesländer sind, ist dieser in jedem Gesetz enthalten. Erziehungsmaßnahmen, z. B. Zurechtwei­sungen oder eine Nacharbeit wegen mehrmals nicht erledigter Hausaufgaben, gehören zum Schulalltag. Schüler oder Eltern jedoch lernen oftmals die Ordnungsmaßnahmen erst kennen, wenn ein Schüler eine Regelverletzung begangen hat. Daher sollten Sie diese frühzeitig aufklären, sodass es gar nicht erst so weit kommt.

Ziel von Erziehungs- und Ordnungs­maßnahmen ist die Aufrechterhaltung eines geordneten Schulbetriebs. Im Ein­zelnen soll ein Schüler dazu veranlasst werden, die geltenden Verhaltensre­geln an der Schule einzuhalten. Damit sie die erwünschte Wirkung erzielen, müssen sie natürlich den Schülern und auch den Eltern bekannt sein. Nehmen Sie die Auflistung der Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen deshalb in die Hausordnung auf. Überarbeiten Sie die­se noch im alten Schuljahr, damit Sie gleich zu Beginn des neuen Schuljahres die aktuelle Fassung an Schüler und El­tern aushändigen können.

 

Erziehungsmaßnahmen gegen Regelverletzungen an der Schule

Weisen Sie in der Hausordnung darauf hin, dass Erziehungsmaßnahmen nie­derschwellige Maßnahmen gegen eine Regelverletzung sind, z. B. Ermahnungen oder schriftliche Mittei­lungen an die Eltern. Sie sind die 1. Stu­fe in der Hierarchie der Maßnahmen, die Ihnen zur Verfügung stehen.

 

9f645b64-0b2f-41fc-b448-a489ebe2e6b0_final

 

Ordnungsmaßnahmen gegen Regelverletzungen an Ihrer Schule

Bewirken Sie mit allen pädagogischen Maßnahmen nicht, dass sich ein Schü­ler angemessen verhält, setzen Sie die­jenigen Ordnungsmaßnahmen ein, die das Schulgesetz Ihres Bundeslandes vorsieht. Die Palette reicht vom schrift­lichen Verweis bis zum Ausschluss vom Unterricht bzw. an einer Nicht-Pflicht­schule wie dem Gymnasium bis zur Entlassung.

 

Fazit: Lassen Sie sich jeweils zu Beginn des Schuljahres von Schülern und El­tern per Unterschrift bestätigen, dass sie die Hausordnung gelesen haben und sie anerkennen.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Wie Sie sich bei Meinungsverschiedenheiten von Eltern verhalten sollten

24. November 2016

Das ist Ihnen sicherlich auch in Ihrem Schulalltag schon einmal begegnet: Meinungsverschiedenheiten von Eltern, die sich getrennt haben. Vater und Mutter werden unabhängig voneinander bei Ihnen vorstellig und fordern Sie auf, im... Tipps bei Meinungsverschiedenheiten zwischen Eltern

Umgang mit schwierigen Eltern

16. Juli 2012

Wenn Sie eine neue Klasse übernehmen, werden Sie sicher bald mit der Elternschaft in Berührung kommen: Sie veranstalten einen Elternabend, laden Eltern zum Helfen ein und ein neuer Klassenelternsprecher wird ernannt. Doch nicht... Mehr erfahren

Entwicklungsgespräche: So gewinnen Sie bei das Vertrauen der Eltern

10. November 2016

Bauen Sie das Vertrauen zwischen Schule und Eltern auf, indem Sie die Eltern von Anfang an in den Lern- und Entwicklungsprozess des Kindes einbeziehen. Beachten Sie hierzu die folgenden 3 Prinzipien einer wirkungsvollen... 3 Prinzipien für ein erfolgreiches Entwicklunsggespräch




Verlag PROSchule

Service: +49 (0) 228-95 50 130
E-Mail: info@schulleiter.de

© 2017, VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft