4 Elterntipps vor der Einschulung: Rechts-, Links- oder Beidhänder?

14.04.2016

Bei manchen Kindern ist im Einschulungsalter noch nicht klar, ob sie Rechts-, Links- oder Beidhänder sind. Sie greifen mit der linken Hand zum Löffel, schreiben mit der rechten Hand, malen und schneiden mit der linken, werfen den Ball mit der rechten Hand und öffnen die Tür mit der linken.

Damit machen sie es dem Lehrer und den Eltern bei der Einschulung besonders schwer zu ent­scheiden, welche beim Schuleinritt die Schreibhand werden soll. Dies ist von großer Bedeutung, wie dies von den vielfältigen Störungen umgeschulter Linkshänder bekannt ist. Geben Sie den Eltern die folgenden 4 Tipps mit:

 

1. Tipp für Eltern vor der Einschulung: Die Handpräferenz beobachten

Beobachten Sie, welche Hand das Kind bevorzugt einsetzt, auch bei unter­schiedlichen Schwierigkeitsgraden. In Alltagssituationen greift das Kind mit einer Hand zuerst zu. Bei bimanuellen Tätigkeiten, bei denen das Kind beide Hände braucht, können Sie die soge­nannte Leithand beobachten. Diese führt den schwierigeren Teil der Arbeit aus: Die Leithand führt beim Perlenauf­fädeln den Faden, die andere Hand hält die Perle fest.

 

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2. Tipp für Eltern vor der Einschulung: Die Handleistung beobachten

Beobachten Sie auch, mit welcher Hand es die größere Geschicklichkeit, mehr Kraft, längere Ausdauer aufweist. Dies zeigt sich bei unimanuellen Tätigkeiten wie Schneiden oder Malen und Basteln und auch beim Essen mit dem Löffel.

 

3. Tipp für Eltern vor der Einschulung: Einen Spezialisten zu Rate ziehen

Falls Sie durch die eigenen Beobachtun­gen zu keinem Resultat kommen, ziehen Sie Fachkräfte zu Rate, z. B. den Ergo­therapeuten, den Motopädagogen, den Heilpädagogen oder den Kinderarzt. Diese Spezialisten führen einen Hand- Dominanz-Test durch und stellen dem Kind verschiedene Aufgaben, bei denen sie es beobachten. Die Ergebnisse wer­den in Bezug gesetzt mit

  • dem Stand der Feinmotorik der Feinmotorik,
  • möglichen Störungen,
  • der Händigkeit in der Familie.

Sie betrachten seine Geschicklichkeit, mit kleinen Gegenständen umzugehen und, ob es Handlungen vermeidet, die feinmotorische Fähigkeiten erfordern. Eventuell ist eine umfassende Förde­rung der Feinmotorik erforderlich.

 

4. Tipp für Eltern vor der Einschulung: Die bevorzugte Hand stärken

Nutzen Sie die Monate bis zum Schul­beginn, um die dominante Hand zu fördern. Dies geschieht am besten un­auffällig im Alltag beim Spielen, Tischdecken, Basteln oder beim Zähneputzen, indem Sie das Kind unauffällig zum Einsatz der bevorzugten Hand anhalten.


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